Nachfolge · Eigentümerwechsel · Transaktionsbegleitung

Nachfolge und Eigentümerwechsel in Schweizer KMU

Der Übergang dauert selten so lange wie geplant, und er scheitert selten am Kaufpreis. Er scheitert daran, dass das Unternehmen zu sehr an der Person des Inhabers hängt. Ich begleite Nachfolgemandate mit operativer Verantwortung vor Ort: von der Vorbereitung über den Verkaufsprozess bis zur Stabilisierung nach dem Closing.

Was das Mandat umfasst

Ein Nachfolgemandat beginnt meist früher, als der Notartermin es vermuten lässt. Die eigentliche Arbeit liegt in der Vorbereitung des Unternehmens auf einen Wechsel, unabhängig davon, ob der Käufer ein strategischer Investor, ein Finanzinvestor oder ein Familienmitglied ist.

Konkret bedeutet das:

Ziel ist ein Unternehmen, das den Wechsel übersteht, und ein Kaufpreis, der realisiert wird. Beides hängt von der gleichen Grundlage ab: einem Betrieb, der ohne den bisherigen Inhaber funktioniert.

Wann Eigentümer und VR mich einschalten

Die meisten Mandate beginnen in einem dieser Momente:

Ich übernehme dabei eine definierte operative Rolle, kein Dauermandat. Die Übergabe an die neue Führung oder an den neuen Eigentümer ist von Beginn an das erklärte Ziel.

Wie ich arbeite

In der Regel bin ich zwei bis drei Tage pro Woche vor Ort. Ich arbeite eng mit dem bestehenden Treuhänder, dem Transaktionsanwalt und, falls vorhanden, der Hausbank zusammen. Ich ersetze diese Rollen nicht; ich koordiniere sie und halte den operativen Faden.

Meine Mandatsdauer bei Nachfolgeprozessen liegt typischerweise zwischen sechs und achtzehn Monaten, je nach Stand der Transaktion beim Einstieg. Die Honorarstruktur (Tagessatz, allfällige Erfolgsbeteiligung) bespreche ich transparent im Erstgespräch.

Beispiel aus der Praxis

Ausgangslage. Handwerksbetrieb im Baubereich mit unter 50 Mitarbeitenden im Rahmen einer Nachfolgelösung übernommen. Der bisherige Inhaber war operativ stark eingebunden, zentrale Abläufe personengebunden, Führungsverantwortung nur begrenzt verteilt und Prozesse wenig formalisiert. Typische Ausgangslage bei inhabergeführten KMU vor einer Übergabe.

Mandat. Einstieg als Mitgründer und Käuferseite im Rahmen einer Akquisition. Direkte operative Verantwortung ab Closing mit Übernahme der Geschäftsführung, voller Ergebnisverantwortung sowie Führung des Tagesgeschäfts während der Übergangsphase.

Herausforderungen. Der Erwerb erfolgte während der COVID-Pandemie und damit unter zusätzlichem externem Druck. Bereits unmittelbar nach Vollzug zeigte sich, wie entscheidend saubere Vorbereitung und klare Strukturen für eine stabile Übergabe sind. Prioritäten lagen auf Führungsfähigkeit, interner Kommunikation, Sicherung des laufenden Betriebs, Transparenz in den Kernprozessen sowie Bindung wichtiger Mitarbeitender.

Erkenntnis. Aus mehreren Unternehmensübernahmen im KMU-Umfeld ergibt sich ein klares Muster: Der Erfolg nach dem Closing wird wesentlich vor dem Signing vorbereitet. Inhaberabhängigkeit, unklare Verantwortlichkeiten und fehlende Prozesse sind lösbar, sofern sie früh erkannt und konsequent adressiert werden.

Vertiefung: Eigentümerwechsel kommunizieren

Eigentümerwechsel kommunizieren: Mitarbeitende, Kunden und Lieferanten richtig informieren

Ob der über Jahre aufgebaute Wert beim neuen Eigentümer ankommt oder in Unsicherheit und Abgängen verloren geht, entscheidet sich in den Tagen zwischen Closing und Town Hall.

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